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Hohenlohe

Hohenlohe, die reizvolle Landschaft im Nordosten von Baden-Württemberg, die Jahrzehntelang im Schatten des Mittleren Neckarraumes stand, drängt immer stärker ins Rampenlicht. Obwohl die Grenzen des ehemaligen Fürstentums bereits vor knapp 200 Jahren von der Landkarte verschwunden sind und Hohenlohe seither immer wieder in neue Kreise aufgeteilt wurde, hat Hohenlohe als Gebietsbezeichnung überlebt.

Hohenlohe hat' s:

Viele Produkte schmücken sich mit dem Namen der Landschaft, die grob umrissen von den Städten Öhringen, Künzelsau, Bad Mergent-heim, Rothenburg, Crailsheim und Schwäbisch Hall eingekreist wird. Und immer häufiger zieht es Radfahrer, Biker, Wanderer, Feinschmecker und Kunstkenner nach Hohenlohe. Kein Wunder: Durch die leicht hügelige Hohenloher Ebene schlängeln sich die drei Flüsse, Kocher, Jagst und Tauber und prägen die Landschaft mit ihren idyllischen Tälern und Seitentälern, an deren Bergsporne zahlreiche Burgen kleben. Auf kleinstem Raum findet sich eine große Zahl von geschichtsträchtigen Anlagen und Bauwerken: Keltenschanzen, Burgruinen, herrliche Schlösser, alte Kirchen und schöne Residenzstädtchen mit schmucken Fachwerkhäusern. Auf der Ebene wechseln sich fruchtbare Getreidefelder mit lichten Laubwäldern ab, an den Talhängen weiden Rinder und Schafe.

Trotz der Industrialisierung in den Städten und Mittelpunktszentren ist Hohenlohe Bauernland geblieben, in dessen Dörfern noch Tradition und Brauchtum gelebt wird und die hohenlohische Mundart erklingt. Ein Dialekt, der zahlreiche Variationen hat und oft von Dorf zu Dorf unterschiedlich klingt. So gehen die Mäusdorfer "midd de Beesche umsch Hauscheck rum noach" während im 35 Kilometer entfernten Spielbach die Einwohner hohenlohisch über den spitzen Stein reden: "Kummst nach Spielbe, drinkst an Moust, no koust."

Der hiesige Menschenschlag, der stammesgeschichtlich den Franken zu zuordnen ist, wurde geprägt durch die geographische Lage. Hohenlohe ist Grenzland. Im Nordwesten grenzt es an Baden, im Westen an das Heilbronner Unterland, im Süden und Südwesten an Schwaben und im Osten an das bayerische Franken. Der ständige Herrschaftswechsel im Laufe der Jahrhunderte, in den auch die Freien Reichsstädte Schwäbisch Hall und Rothenburg eingriffen, machte die Hohenloher vorsichtig: "I sooch nedd sou und sooch awer aa nedd sou, damit konner sooche kou, i hädd sou oder sou g'socht."